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Was tut Graz für den Klimaschutz?

Graz
Graz© Joel Karasenko

Die verschiedenen Abteilungen in der Stadtverwaltung setzen zahlreiche Maßnahmen und Initiativen, die dazubeitragen, die hohe Lebensqualität in Graz aufrecht zu erhalten und zu den Zielen des Klimaschutzes beizutragen.

Stockholmsystem
Bäume verbessern das Stadtklima nachhaltig, daher ist ihr Schutz und ihre Gesundheit von hoher Bedeutung. Als geeignete Methode zur Bewässerung von Bäumen im Stadtgebiet hat sich das Stockholmsystem etabliert. Bei diesem wird der Boden unter versiegelten Flächen mittels grober Steine und einem Pflanzenkohlesubstrat zu einem wasserspeichernden Schwamm, der den Wurzeln des Baumes genügend Platz zum Wachsen bietet und seinen Wasserbedarf durch die Zuführung von Niederschlagswässern deckt. Auch hinsichtlich der schnellen Versickerung von Oberflächenwässern nach starken Regenfällen ist das von Vorteil.

Grünraumoffensive
Als stetig wachsende Stadt benötigt Graz Grünflächen und Parks, um die lokalen Auswirkungen des Klimawandels zu dämpfen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu bewahren. Das Stadtentwicklungskonzept 4.0 sieht daher vor, dass es im Zuge der Grünraumoffensive allen Grazer:innen möglich gemacht werden soll, binnen 300-400 Metern eine Grünfläche zu erreichen. Grünflächen haben einen kühlenden Effekt und beeinflussen das Stadtklima daher besonders in den heißen Sommermonaten positiv. Im Gegensatz zu versiegelten Flächen kann Regenwasser in Grünbereichen schneller versickern, wodurch Überschwemmungen bei Starkregen vorgebeugt wird. Zudem sind unversiegelte Flächen hinsichtlich der Grundwassererneuerung essenziell, nur hier kann ein gesicherter Wasserkreislauf stattfinden.

Bäume für Neugeborene
Die Stadt Graz schenkt allen Neugeborenen ein Bäumchen. Eltern können zwischen verschiedenen Laub- und Nadelbäumen wählen, die zum Teil auch in Töpfen angepflanzt werden können. Jene Bäume, für die im privaten Raum kein Platz ist, werden in den Grazer Wäldern angepflanzt, womit auch sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftqualität leisten. Nähere Informationen zu den Bäumen für Neugeborene finden Sie hier.

Gemeinschaftsgärten
Gemeinschaftsgärten ermöglichen es, eigenes Obst und Gemüse in der Stadt anzubauen, ohne selbst einen Garten zu besitzen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Anschaffung von Gartenmaterialien und die Pachtkosten eines Gemeinschaftsgartens von der Stadt Graz gefördert. Gemeinschaftsgärten schaffen Bewusstsein für gärtnerische Aktivitäten und lokalen Anbau, zudem beeinflussen sie das Stadtklima nachhaltig positiv. Informationen zu Gemeinschaftsgärten in Graz finden Sie hier.

Klimafreundliche Quartiersentwicklung
Die beiden im Grazer Westen gelegenen Projekte Smart City Graz Mitte: Waagner-Biro und die Reininghausgründe gehören zu den aktuell größten Stadtentwicklungsprojekten der steirischen Landeshauptstadt. Im Baufeld an der Waagner-Biro-Straße hinter dem Hauptbahnhof soll bis 2025 ein energieeffizienter, ressourcenschonender und emissionsarmer Stadtteil mit höchster Lebensqualität für knapp 4.000 Menschen entstehen. Auf dem Gebiet der ehemaligen Reininghaus-Brauerei in Graz entsteht auf 20 Baufeldern ein neuer Stadtteil für 10.000 Menschen. Die Erschließungsstraßen für den Ausbau des Kerngebietes werden in Reininghaus mit einem hohen Grünraumanteil und hochwertigen Aufenthaltsbereichen wie Fußgängerzonen versehen werden.

Baumstarke Baumpatenschaften
Die Stadt Graz hat sich zum Ziel gesetzt, pro Tag einen zusätzlichen Baum zu pflanzen. 365 zusätzliche Bäume - das ist unser Ziel für 2024. Für die Frühjahrspflanzung 2024 starten wir mit acht Standorten, vor allem im Grazer Westen. Dabei kann man aus vier fixen Patenschaften zu 50/100/500 und 1.000 Euro wählen und zusätzlich gibt es noch ein flexibles Modell. Mehr Informationen finden Sie hier.

Parkanlagen 
Großzügige Parkanlagen in allen Grazer Stadtbezirken dienen den Bewohner:innen als Orte der städtischen Naherholung oder zur kreativen Freizeitgestaltung. Grünflächen und Bäume sind angesichts ihrer luftreinigenden und temperatursenkenden Funktion wichtig für das Klima in der Stadt.

Jobticket
Das Jobticket ermöglicht es Grazer Unternehmen, ihre Mitarbeiter:innen mit Dauerfahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel auszustatten. Darunter fallen sämtliche Halbjahres- und Jahreskarten in den Zonen des Steierischen Verkehrsbundes. Besitzer:innen eines Jobtickets sind sicher, schnell und klimafreundlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Dadurch verringert sich auch der motorisierte Individualverkehr im Stadtgebiet, was sowohl dem Stadtklima als auch der Lebensqualität der Bevölkerung zu Gute kommt.

tim
Die Carsharing-Initiative tim bietet als Ergänzung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln die Möglichkeit, bei Bedarf schnell auf ein Auto zugreifen zu können, ohne selbst eines besitzen zu müssen. Tim-Standorte befinden sich an ausgewählten Verkehrsknotenpunkten in Graz und sind direkt mit Bussen oder Straßenbahnen zu erreichen. Im Dienste des Klimaschutzes sind alle Fahrzeuge mit elektrischen oder treibstoffsparenden Antrieben ausgestattet.

Öffi-Ausbau
Um den motorisierten Individualverkehr im Stadtgebiet zu verringern, ist ein weiterer Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel unabdingbar. Zahlreiche Projekte zur Modernisierung und Attraktivierung des Grazer Öffi-Netzes wurden bereits umgesetzt oder sind für die kommenden Jahre in Planung. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem Straßenbahnnetzt, dessen Erweiterung und Ausbau bereits in vollem Gange ist, etwa in den neuen Stadtteilen Reininghaus und Smart-City. 

Radoffensive
Die Stadt Graz stellt im Zuge der Radoffensive 2030 ein Budget von 100 Millionen Euro für den Ausbau des Radverkehrsnetzes zur Verfügung. Ein umfassendes Streckennetz wird es den Grazer:innen ermöglichen, schnell und umweltfreundlich an jeden Ort der Stadt zu gelangen. Durch den Ausbau des Radverkehrsnetzes soll der motorisierte Individualverkehr im urbanen Raum stark verringert werden, wodurch auch Platz für neue Grünräume oder Begegnungszonen geschaffen wird. Sanfte Mobilität ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Zukunft im Stadtgebiet.

Spirtspartrainings
Die Graz Linien führen für die Busfahrer:innen regelmäßig Spirtspartrainings durch, um eine möglichst umweltschonende Fahrweise zu gewährleisten.

Stadt der kurzen Wege
Graz als Stadt der kurzen Wege ist einer der Grundsätze in der Verkehrspolitik der Stadt Graz. Dazu wird der Ausbau des Straßenbahn- und Busnetzes vorangetrieben und mit der Radoffensive der Ausbau des Radwegenetzes forciert. Im Nahversorgungsbereich sollen alle Ziele auf attraktiven Wegen auch für den nichtmotorisierten Verkehr erreichbar sein. Die Stadtbezirke werden an das Stadtzentrum sowie intern an ein Fuß- und Radverkehrsnetz angebunden und sollen ohne mehrfaches Umsteigen oder lange Fußwege mit Straßenbahn oder Bus erreichbar sein.

Zu Fuß in Graz
Am erlebnisreichsten entdeckt man Graz zu Fuß. Graz ist eine Stadt der kurzen Wege und hat ein attraktives Angebot an Fußgänger- und Begegnungszonen das sukzessive erweitert wird. Alles zum Thema sowie zum Masterplan Gehen Graz finden Sie hier. 

 

Solardachkataster
Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Hausdach eignen sich hervorragend zur Warmwasseraufbereitung, zum Heizen oder zur Stromerzeugung. Vor der Anschaffung sollte aber geprüft werden, ob Dachneigung und Dachausrichtung für eine Photovoltaikanlage überhaupt geeignet sind und ob sich eine solche Anlage tatsächlich auszahlen würde. Eine einfache Möglichkeit zur Bestimmung dieser Voraussetzungen ist der Grazer Solardachkataster. Bauwillige, Bauträger, Baufirmen oder auch die Baubehörde können per Mausklick herausfinden, ob sich solare Installationen im konkreten Fall lohnen.

Digitale Stadt Graz
Auf digitalestadt.graz.at können zahlreiche Amtswege ganz einfach online abgewickelt werden. Ein persönliches Erscheinen vor Ort ist somit nicht mehr nötig. Amtswege, die möglicherweise mit dem Auto zurückgelegt werden, können eingespart werden. Der Themenserver vereint zahlreiche Formulare der verschiedenen Ämter und ist rund um die Uhr für alle Grazerinnen und Grazer erreichbar.

Klimainformationsystem Graz
Das KIS liefert aussagekräftige Daten und Prognosen für gezielte Maßnahmen zur Klimawandelanpassung in Graz und Umgebung.

Umweltserver Graz
Viele weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Umweltamts der Stadt Graz.

 

Fernwärmeoffensive
Die Anzahl der Fernwärmeanschlüsse soll im Zuge der Fernwärmeoffensive bis 2025 von derzeit 75.000 auf 100.000 erhöht werden. Damit wird in großem Maße zur Verbesserung der Luftqualität in Graz beigetragen. In Abstimmung mit der Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik des Landes Steiermark und der Energie Graz, wurden dafür von Stadtplanung und Umweltamt Zonen ausgewählt, die tendenziell eine höhere Feinstaubbelastung aufweisen. Damit kommt die Energie Graz dem Ziel, bis 2040 die gesamt benötigte Menge an Wärme im Großraum Graz zu 100 Prozent auserneuerbaren Quellen und Abwärme zu garantieren, einen großen Schritt näher.

Grazer Bauernmärkte
Verteilt über das gesamte Grazer Stadtgebiet gibt es an zahlreichen Standorten Bauernmärkte, wo regionale und saisonale Lebensmittel gekauft werden können. Die Märkte finden an verschiedenen Wochentagen statt und bieten eine breite Auswahl von Produkten, die direkt von den Hersteller:innen kommen.

GenussHauptstadt Graz
In der GenussHauptstadt Graz bieten Restaurants und Lokale verschiedenster Küchenrichtungen regionale Spezialitäten auf höchstem kulinarischen Niveau an. Veranstaltungen wie spezielle Kochkurse, die „Lange Tafel" in der Grazer Innenstadt und viele weitere Events bringen Besucher:innen die regionale Küche auf kreative Weise näher.

GrazGutschein
Über 900 Geschäfte, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe beteiligen sich am GrazGutschein und akzeptieren ihn als Zahlungsmittel. Regionaler Einkauf bei heimischen Händler:innen sorgt für kurze Transportwege und leistet somit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Weitere Informationen finden Sie auf nachhaltig-in-graz.at