
Klimaschutz gelingt am leichtesten gemeinsam!
GEMMA KLIMA ist ein weiterer Puzzlestein unter dem Klima-Pakt #bindabei für Graz. Die Initiative unterstützt engagierte Grazer Vereine, Gruppen und Einrichtungen, die ihren Beitrag zu einem klimafreundlicheren Alltag leisten wollen.
Wer kann mitmachen?
Egal ob Kulturverein, Freundeskreis, Sportclub, Nachbarschaftstreff oder Senior:innenrunde - bei GEMMA KLIMA können alle Gruppen, die aktiv werden möchten, mitmachen.
Worum geht's?
Gemeinsam werden neue Lösungen ausprobiert, um das Leben in den Bereichen
- Mobilität
- Energie
- Konsum und
- Ernährung
klimafreundlicher, gesünder und schöner zu gestalten.
Was bietet GEMMA KLIMA?
- Wissen und praktische Tipps für nachhaltiges Handeln
- Beratung & Begleitung durch das GEMMA KLIMA-Team
- Öffentliche Sichtbarkeit für euer Engagement
Die Grazer GEMMA KLIMA-Teams
Engagierte Grazer:innen haben in ihrem Umfeld erste GEMMA KLIMA-Teams gegründet. Ihr Ziel: Gemeinsam im Alltag Schritt für Schritt mehr für Klimaschutz tun.
LebensGroß

Rund 1.900 Mitarbeiter:innen und 11.000 begleitete Menschen: LebensGroß bringt eine besondere Vielfalt in GEMMA KLIMA ein - und setzt dabei auf spielerische Challenges.
„Uns geht's ums Bewusstsein, dass man mit kleinen Dingen viel erreichen kann", sagt Britta Schreinlechner-Venier, die bei LebensGroß für Nachhaltigkeit und Projekte verantwortlich ist. Für sie gehören Ökologie und Soziales untrennbar zusammen: Menschen, die sozial benachteiligt sind, sind oft auch besonders von der Klimakrise betroffen - das zeigt auch eine Studie des hauseigenen Forschungsbüros zu „inklusiver Nachhaltigkeit".
Klimaschutz hat bei LebensGroß Tradition
Die Zentrale in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße bezieht Strom aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage. LebensGroß hat den Klima-Pakt der Stadt Graz unterzeichnet, nimmt am Ökoprofit-Programm teil und fördert klimafreundliches Verhalten - etwa durch Zuschüsse zum Klimaticket oder durch die Befähigung von Menschen mit Behinderung zur selbständigen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Drei Challenges für alle
Im Rahmen von GEMMA KLIMA hat LebensGroß zu drei Mitmach-Challenges aufgerufen:
- Februar: Klimafreundliche Ernährung
- März: Sanfte Mobilität
- April: Nachhaltiges Einkaufen
Den Abschluss bildet am 30. April ein großer Kleidertausch am Lendplatz. Das Ziel: Neues ausprobieren, gemeinsam lernen und einen messbaren Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Graz leisten.
Mohaga

Kleidertausch, Klima-Kochkurse und ein Gemeinschaftsgarten: Die Mohoga Werkstatt in Graz-Jakomini zeigt, wie lustvoll gelebte Nachhaltigkeit aussehen kann - und bringt diesen Geist jetzt als Klima-Team in GEMMA KLIMA ein.
„Jeder muss seinen eigenen Weg zu mehr Nachhaltigkeit finden", ist Andrea Breithuber, Obfrau der Mohoga Werkstatt, überzeugt. Mit erhobenem Zeigefinger oder Klima-Angstmache komme man nicht weit. Genau deshalb gefällt ihr GEMMA KLIMA: Hier wird in kleinen Gruppen, spielerisch und gemeinsam, an einer besseren Zukunft gearbeitet.
Die Mohoga Werkstatt in der Moserhofgasse ist Stadtteiltreff, Kreativraum, Laden und Gemeinschaftsgarten zugleich. Im Laden gilt das Prinzip „Zahl, was du willst" - alles ist gespendet, getauscht oder gemeinsam genutzt. Jeden Freitag wird in der Küche gemeinsam regional und saisonal gekocht. Das Angebot reicht von heilsamem Singen über Saatgut- und Kleidertausch bis hin zu Workshops für Volksschulen - für alle Generationen.
Was die Mohoga bei GEMMA KLIMA plant
Im Rahmen von GEMMA KLIMA setzt die Mohoga auf zwei bewährte Formate:
Interessensgemeinschaft Terrassenhaussiedlung St. Peter (IG-THS)

Seit mehr als 50 Jahren vertritt die IG-THS die Interessen der Bewohner:innen der Terrassenhaussiedlung. Im Rahmen von GEMMA KLIMA wird sanfte Mobilität gefördert.
Die Terrassenhaussiedlung ist in Sachen Architektur und Partizipation ein herausragendes Beispiel in Österreich. Zwischen 1972 und 1978 wurden rund 530 Wohnungen errichtet, die individuell gestaltbar sind. Die Siedlung liegt inmitten eines Grünraum-Gebiets und ist im Zentrum autofrei. Der damaligen Bauweise entsprechend ist allerdings bei den Themen Ökologie und Energieversorgung noch „Luft nach oben".
Die „Interessensgemeinschaft Terrassenhaussiedlung St. Peter" (kurz IG-THS) ist daher seit Jahren sehr aktiv in puncto Klima und nimmt etwa am EU-Projekt HeriSol teil, in dessen Rahmen farbige bauteilintegrierte Photovoltaik-Elemente getestet werden. Die IG hat sich außerdem entschlossen, die Initiative GEMMA KLIMA und ihre Ziele aktiv zu unterstützen.
Christoph Gruber ist in der Siedlung mit verantwortlich für Klima- und Nachhaltigkeitsthemen und begeistert sich vor allem für ökologische und technische Fragen. Aber er ist mit seinem Engagement bei weitem nicht alleine. So organisierte etwa Regina Novak im Zuge von GEMMA KLIMA ein Ökofrühstück im April, bei dem verschiedene E-Lastenräder getestet werden konnten.
Ziel war die Anschaffung eines gemeinsamen Transportrads, das auf Leihbasis zur Verfügung stehen soll. Über weitere Aktivitäten in der Siedlung gibt es hier regelmäßige Informationen: https://www.terrassenhaus.at
circulART

Max Gansberger ist bildender Künstler, war lange in unterschiedlichen Kulturinstitutionen tätig und unterrichtet nun an der Ortweinschule. Claudia Gansberger hat Schauspiel und Fotografie studiert. Beiden ist im Lauf der Zeit aufgefallen, wie viel Material nach künstlerischen Produktionen weggeworfen wird.
So entstand die Idee zu circulART, einer Materialhalle aller Art, von Ausstellungsaufbauten über temporären Installationen bis hin zu Bühnenbildern. „Wir sammeln, lagern und vermieten oder verkaufen fast alles, das wir reinbekommen. Bei uns sind alle willkommen, die etwas Spezielles für ihre nächste Produktion brauchen oder sich einfach inspirieren lassen wollen. Es geht uns um die Ressourcenschonung und Wiederverwendung. Es wird viel zu viel entsorgt und Dinge werden oft nur für kurze Zeit benötigt. Wir möchten vermitteln und weitergeben", sagt Max Gansberger.
circulART hat am Gelände der Rösselmühle eine Halle bis mindestens Ende des Jahres 2026 gefunden, mit Aussicht auf Verlängerung.
Was war das Motiv, um sich mit circulART bei GEMMA KLIMA zu engagieren? „Uns bewegt der Gedanke, dass man etwas tun muss gegen die Klimakrise. Ich bin über Instagram auf GEMMA KLIMA aufmerksam geworden und habe mir gedacht, das ist eine coole Initiative." Und was erhofft sich circulART von der aktiven Teilnahme? „Unser Ziel ist es, dass wir ein Standing in der Stadt bekommen und dass dadurch mehr Institutionen nachdenken über ihren Umgang mit Materialien und unser Projekt in dem Sinn unterstützen, Dinge, die nicht mehr benötigt werden, Vereinen, freischaffenden Künstler:innen und Institutionen mit geringem Budget über uns zur Verfügung zu stellen. Das soll auch dahin führen, dass große Häuser darüber nachdenken, wie sie ihre Aufbauten kreislaufwirtschaftsfähig gestalten. Indem sie zum Beispiel wiederverwertbares Material verwenden und auch die Verarbeitung so anpassen, dass Dinge einfach wieder rückgebaut werden können."
Veranstaltungen helfen natürlich auch dabei, an Bekanntheit zu gewinnen. So organisierte circulART Ende Mai 2026 einen Flohmarkt im Innenhof der Rösselmühle. Kleidung, Bücher, Geschirr, Möbelstücke, Werkzeuge und besondere Fundstücke waren dort günstig zu erwerben. Max Gansberger: „Mit dem Flohmarkt möchten wir Kreislaufwirtschaft ganz einfach und niederschwellig erlebbar machen."
Informationen zum Projekt gibt es auf der Website www.circulart.at
Nachhaltige Mobilität Eggersdorf

Bewohner:innen der beiden Wohnprojekte KooWo und Wir & Co in Eggersdorf bei Graz treffen sich monatlich zum Stammtisch, um Konzepte für nachhaltigere Mobilität zu entwickeln.
Weniger Autoverkehr, mehr aktive Mobilität und mehr Sicherheit für alle auf den Straßen haben sich einige Bewohner:innen der Wohnprojekte KooWo und Wir&Co zum Ziel ihrer Aktivitäten im Rahmen von GEMMA KLIMA gesetzt. Das ist nicht immer einfach, weiß Holger Hoff, Nachhaltigkeitsforscher am Grazer Wegener Center für Klima und Globalen Wandel, der die Treffen in Eggersdorf initiiert hat. Manchmal habe man das Gefühl, gegen Wände zu rennen.
Je 30 Wohnungen stehen im KooWo und im Wir & CO zur Verfügung, die beide als nachhaltige Wohnprojekt konzipiert wurden, in der Praxis aber ganz unterschiedlich funktionieren. Die Verkehrssituation beschäftigt viele Eggersdorfer: Die Landesstraße führt direkt durch den Ort, es gibt kein wirkliches Zentrum mit Verweilqualität. Tempo-30- und Begegnungszonen sowie eine Schulstraße würden Entlastung bringen, meint Holger Hoff. Und für Pendler bräuchte es besser Radwege nach Graz. Um den Autoverkehr zu reduzieren und die Lebensqualität zu heben. Politisch sei das vor Ort derzeit aber schwierig umzusetzen.
Beim Nachhaltigkeitsstammtisch treffen sich Bewohner:innen beider Wohnprojekte einmal im Monat, um weitere Schritte zu beraten. Derzeit im Fokus: Die Europäische Mobilitätswoche im September (16.-22.9.), an der sich der Stammtisch beteiligen will.
Alpenverein Sektion Graz

Der Alpenverein Sektion Graz ist reich an Mitgliedern und an Ideen, was Klima und Nachhaltigkeit angeht. Im Rahmen von GEMMA KLIMA setzt der Alpenverein vor allem auf die Bereiche Mobilität und Konsum.
Die Sektion Graz des Alpenvereins ist mit rund 23.000 Mitgliedern ein wichtiger Partner für GEMMA KLIMA. Karin Dullnig, die Klimaschutzreferentin der Sektion, erklärt, warum ihre Sektion von Anfang an mit voller Überzeugung an Bord war: „Der Alpenverein hat sich österreichweit zum Ziel gesetzt, bis 2033 klimaneutral zu sein. Die Partnerschaft passt super, GEMMA KLIMA hat mir schon vom Namen her sehr gut gefallen. Denn ‚gemeinsam Gehen‘ ist ja unser Kerngeschäft."
Das Engagement des Alpenvereins für das Klima ist in Graz auch baulich sichtbar geworden. Etwa mit der neuen Zentrale in der Annenstraße, die so nachhaltig wie möglich eingerichtet wurde und deren Lage durch die optimale Verbindung an den Öffentlichen Verkehr überzeugt. Mobilität ist dem Alpenverein sehr wichtig, daher werden bereits rund die Hälfte der Touren mit Öffis geplant, es sollen in Zukunft noch mehr werden.
Die Partnerschaft mit GEMMA KLIMA zeigt sich nicht nur an gemeinsamen Zielen, sondern auch an konkreten Veranstaltungen, die Karin Dullnig und Elfriede Nebel als stellvertretende Naturschutzreferentin in den vergangenen Monaten organisiert haben. Da wären etwa Klimaschutzabende mit einem Pubquiz, ein Future Wheel zum klimaneutralen Grazer Bergland und ein Repair Café für Ski und Outdoorkleidung mit der Reparatur-Manufaktur fundikat (www.fundikat.at) und Jakob Lederer mit seinem Unternehmen Skimöbel. Eine weitere erwähnenswerte Maßnahme war die Buchvorstellung Öffi Tourenführer Steiermark. So ideenreich wie in den vergangenen Monaten soll es nämlich weitergehen, sagt Karin Dullnig. Ihr Fokus für das heurige Jahr ist die vermehrte Planung von Touren, die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.
Infos über die nächsten Veranstaltungen und klimafreundliche Maßnahmen gibt es hier: https://www.alpenverein.at/graz/index.php
GEMMA KLIMA: Mitmachen und das Klima schützen
So werden Sie Teil von GEMMA KLIMA
- Wenn Sie Mitglied einer Gruppe, eines Vereins oder einer Initiative in Graz sind und sich für ein gesundes Klima engagieren wollen, dann schicken Sie uns bitte ein Mail an klimaschutz@stadt.graz.at.
- Wir stellen dann mit Ihnen gemeinsam ein Starterpaket zusammen: Damit verfügen Sie über wertvolle Infos, Tipps und Kontakte und können andere fürs Mitmachen begeistern.
- Die Expert:innen von GEMMA KLIMA begleiten und unterstützen Sie auf diesem Weg und machen Ihr Engagement öffentlich sichtbar.
- Bei regelmäßigen GEMMA KLIMA Treffs erhalten Sie relevante Infos aus erster Hand. Zu folgenden Terminen werden Sie eingeladen:


Rund 20 engagierte Grazer:innen trafen sich im Rathaus, um mehr über die GEMMA KLIMA Initiative zu erfahren und Details zur Teilnahme zu erhalten.
Die Teilnehmer:innen sprachen über ihre Motivation zum Klimaschutz und tauschten sich zu möglichen nächsten Schritten sowie konkreten Handlungsansätzen aus. Ausgestattet mit einem Gemma Klima Starterpaket wurde gemeinsam überlegt, wie es gelingen kann, im eigenen Umfeld GEMMA KLIMA-Teams zu gründen.
Die Grazer GEMMA KLIMA-Teams werden mit Rat und Tat vom Klimabündnis Steiermark und StadtLABOR in den nächsten Monaten unterstützt. Wir bedanken uns herzlich für den wertvollen Austausch und die große Begeisterung!
Jetzt heißt es: GEMMA KLIMA! - GEHST MIT?
P.S.: Sie wollen auch mitmachen? Dann melden Sie sich gerne unter: klimaschutz@stadt.graz.at
GEMMA KLIMA wird gefördert durch das BMIMI und durch den Klima- und Energiefonds. Neben den Klimapionierstädten Graz, Judenburg und Weiz sind das StadtLABOR, die Universität Graz, das FH JOANNEUM und die Energieagentur Steiermark an der Initiative beteiligt, die auch durch das Land Steiermark unterstützt wird.
Hier geht's zur Projektwebsite.


